Taizefahrt 2021 – ein kleiner Reisebericht

Endlich sind wir mal wieder mit unserem Wohnmobil unterwegs. Wir fahren nach drei Jahren wieder nach Taizé.
Dieses Mal erleben wir Taizé völlig anders als bei den vielen Malen zuvor. Es sind fast noch keine Jugendgruppen hier. Es sind zum größten Teil einzelne Besucher. Die Gottesdienste finden zwar wie gewohnt statt, aber es ist schon eine völlig andere Atmosphäre mit vielleicht 200 bis 300 Besuchern, wo es doch immer mehrere tausend gewesen sind.
Natürlich tragen alle eine Maske und sitzen an markierten Plätzen. Es wird gesungen – wie sollte es auch anders in Taizé möglich sein. Nur der Bruder, der vorsingt, nimmt seine Maske ab.

Auch das Erscheinungsbild der Kirche hat sich geändert. Es gibt nicht mehr die großen orangefarbenen Tücher vorne in der Kirche. Stattdessen sehen wir jetzt an Drahtgestellen viele Rechtecke in unterschiedlichen Farben mit brennenden Kerzen. Eine sehr schöne Gestaltung, die gut zu Taizé passt, weil es ein Zeichen der Vielfalt, des bunten Lebens ist. So wie diese künstlerische Gestaltung ist auch das Leben in Taizé – bunt und vielfältig.

Allein unter den Brüdern treffen sich Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und mit vielen unterschiedlichen Sprachen. Dies kommt auch im Gottesdienst zum Ausdruck: kurze Texte und Lieder in vielen verschiedenen Sprachen prägen die Feier.

Unter den Brüdern gibt es viele „Goldkehlchen“ – hervorragende Stimmen der Vor- und Solosänger. Aber ein wenig leidet auch der Gesang unter den fehlenden Jugendgruppen. Früher haben viele Gruppen den mehrstimmigen Gesang geprobt und somit die Gottesdienste durchgängig mit vierstimmigem Gesang gestaltet. Das fehlt nun doch!
Das riesige Areal von Taizé rund um die Kirche wirkt fast wie ausgestorben mit den wenigen Menschen, die in kleinen Gruppen zusammensitzen oder sich zum Essen anstellen.

Wir selber stehen mit unserem Wohnmobil in Cormatin auf einem Campingplatz vier Kilometer von Taizé entfernt. Die Ursache dafür ist unser Hund, denn Haustiere sind in Taizé nicht zugelassen. So geht es jeden Abend und oft auch mittags zum Gebet per Fahrrad. Dank Ebike ist das bergauf durch den verträumten Ort Ameugny kein Problem.
Auch auf unserem Campingplatz ist es fast menschenleer – für uns eine wunderbare Situation. So ruhig haben wir es hier noch nie erlebt.

Für uns bleibt die Frage, wie wird es in Taizé weitergehen. Wird Taizé nach der Pandemie wieder so werden wie es vorher war – ein religiöser Mittelpunkt für viele Jugendliche aus allen Teilen der Welt?

Inge Schumacher-Jäger
Peter Jäger

Bibliolog – Online

Sonntag, dem 25.04.21 um 18:00 Uhr

 

Das Treffen findet Online statt. (Anmeldung siehe unten)

Bibliolog bedeutet, die Bibel neu sprechen zu lassen. Die Teilnehmer werden vom Leiter eingeladen, sich in Personen eines Bibeltextes hineinzuversetzen. Eine Frage wird gestellt, eine Person des Textes angesprochen. Wer im Namen dieser Person etwas sagen will, kann es tun. Alle bringen sich direkt oder indirekt selbst ein.

In der jüdischen Tradition gibt es das ansprechende Bild vom schwarzen und weißen Feuer der Bibel. Feuer ist Energie und ein Bild für die Weisheit und die Wärme, die entsteht, wenn wir die Bibel lesen und für uns auslegen.

Das schwarze Feuer sind die Buchstaben selbst.

Das weiße Feuer ist der Zwischenraum, das, was die schwarzen Buchstaben umgibt. Da ist viel Platz für mich selbst, meine Gedanken, mein Leben.

Evangelium nach Lukas 24,35-48.
Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und den anderen Jüngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach.
Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.
Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen?
Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.
Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.
Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier?
Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch;
er nahm es und aß es vor ihren Augen.
Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist.
Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift.
Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen,
und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.
Ihr seid Zeugen dafür.

 

Alle sind eingeladen, wir bitten jedoch darum, sich per Mail oder Telefon anzumelden, entweder an Renate Seidel (renate@seidel.com) oder Thomas Hoenig (thomashoenig@arcor.de).

Gottesdienst – online-Teilnahme

Diese neue Möglichkeit direkt am Gottesdienst in unserer Kirche vom PC aus teilzunehmen, dabei andere Teilnehmer zu sehen, mitzubeten und mitzusingen eröffnet die Chance, unsere Karmelgemeinschaft zu erleben und dabei zu sein.

Man sieht und hört den Gottesdienst in unserer Kirche, gleichzeitig sieht man auch andere Teilnehmer – soweit diese ihre Kamera am PC eingeschaltet haben – und hat nach dem Gottesdienst noch die Möglichkeit zu einer Gesprächsrunde dabei zu bleiben.

Es besteht die Möglichkeit, Fürbitten vorher per Mail zuzusenden.
Alle sind gebeten, Brot und Wein oder Saft auf dem Tisch zu haben, neben einer Kerze, die wir zu Beginn des Gottesdienstes entzünden. So können wir gemeinsam Mahl feiern.

Alle, die sich angemeldet haben, erhalten rechtzeitig vor dem Gottesdienst eine Mail mit dem Einladungslink. Bereits 15 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes kann man nun diesem „Zoom Meeting“ beitreten.