Bildungswerk – Aktuelle Gespräche

 

Aktuelle Gespräche

Mirjams Sohn – Gottes Gesalbter
Mit den vier Evangelisten Jesus entdecken

Das Bemühen, “hinter” den Evangelien zu suchen, wer der “historische Jesus” war, geht an dem für die Evangelisten zentralen Punkt vorbei. Sie wollen zeigen, wer Jesus ist, indem sie seine Geschichte als eine Geschichte von Gottes Mitsein erzählen. Wer wissen will, wer Jesus ist, muss darum die vier kanonischen Evangelien als die einzig relevanten Zeugnisse über ihn lesen und zu verstehen suchen.

Vielfach ist nach dem “wirklichen” Jesus gesucht worden. Nach dem Jesus “hinter” den Darstellungen der Evangelien, nach dem historischen Jesus. Herausgekommen ist dabei eine Vielzahl von Jesusbildern, die oft mehr über die Wünsche und Sehnsüchte der Suchenden als über den Nazarener selbst sagen.

Hier geht Klaus Wengst einen anderen Weg: Er sucht Jesus in den Texten der vier kanonischen Evangelien. Nicht indem er die Evangelien miteinander harmonisiert und dann das “eine” Jesusbild der Bibel präsentiert, sondern indem er die spannungsvolle Vielfalt sichtbar macht, die schon in den ersten Deutungen von Weg und Geschick Jesu aufscheint.

Dabei werden die wesentlichen Voraussetzungen deutlich, unter denen die Evangelien die Jesusgeschichte darstellen: die jüdische Bibel als der tragende Grund und das Zeugnis von der Auferstehung Jesu als ihr Konstruktionspunkt. Die Evangelien sind in innerjüdischen Auseinandersetzungen entstanden. Das muss christliche Theologie als Herausforderung annehmen.

Klaus Wengst war bis 2007 Inhaber des Lehrstuhls für Neues Testament und Judentumskunde an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.

Leitung: Prof. Dr. Klaus Wengst
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.
U36103101    Mo 29.01.2018     19.30 – 21.45 Uhr
1 Treffen          3 UE     Kursgebühr EUR 4,50

 

Theologisches Seminar im Karmel

Theologisches Seminar im Karmel
Wo Gott finden?
Nachdenken über Räume und Situationen Kirchliche Gebäude verschwinden zunehmend aus unserem Blickfeld. Sind es nur die Gebäude?

Oder verschwindet mit den Gebäuden auch der Glaube? Braucht Gott umbaute Räume?

Gründet der Glaube nicht vielmehr auf dem Wort? Wäre also eher das Gespräch unter Menschen der klassische Ort der Begegnung mit dem lebendigen Gott?

Und wenn wir weiter über Kirchengebäude verfügen, – wie müssten sie gestaltet sein,  damit sie an Gott erinnern könnten?  Wie ein Thronsaal, in dem die Gläubigen, hierarchisch gestaffelt, vor dem Herrscher niederfallen? Oder eher wie ein Versammlungsraum, in dem man zueinander findet?

Die Kirchen-Architektur spricht hier unterschiedliche Sprachen. Wirken dabei auch konfessionelle Unterschiede mit?

Wir gehen der Frage an drei Abenden nach: ein katholischer Systematiker, eine reformierte Pfarrerin und ein Pastor mit kunstgeschichtlichem Schwerpunkt:

  1. “Brannte nicht unser Herz?”    Wege, Begegnungen, Orte der Gottes-Erfahrung
    Prof. Dr. Franz-Josef Nocke
    Montag, 19. Februar 2018, 19.30 – 21.45 Uhr
  1. Nur das Wort? Beobachtungen und Überlegungen aus evangelischer Sicht
    Schulpfarrerin Sarah Süselbeck
    Montag, 5. März 2018, 19.30 – 21.45 Uhr

III.         “Haus Gottes”  Stellenwert und Bedeutung des Kirchbaus
Pastor Ulrich Wojnarowicz
Montag, 12.März 2018   19.30 – 21.45 Uhr

Leitung: Prof. Dr. Franz-Josef Nocke
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.
U36103102-04
Teilnehmergebühr: je Abend 4,50 EUR

 

Das Papstamt als Dienst an der Einheit für alle Christen: (Wie) Ist das möglich?
Ein Blick in die jüngste Geschichte und ökumenische Anstöße

Die Amtsführung des gegenwärtigen Papstes und der Vergleich der Verschiedenartigkeit, wie die einzelnen Amtsträger in den letzten Jahrzehnten diesem Amt Profil gegeben haben, bringen eine neue Dynamik auch in die ökumenische Perspektive des Themas “Papsttum als Dienst an der Einheit”. Das urkatholische Amt des Papstes auch für andere Konfessionen akzeptabel? Dies wird sich zeigen, war es doch in der Geschichte eines der großen Kontroversthemen und Konfliktpunkte zwischen den christlichen Kirchen.  In diesem Vortrag wird das Profil und die bisherige Entfaltung des Petrusamtes in der katholischen Tradition (vor allem bei den letzten Amtsträgern) genauso behandelt, wie die Kriterien genannt, die es anderen Kirchen ermöglichen könnten, ihm als Dienst an der Einheit zuzustimmen.

Frau Prof. Radlbeck-Ossmann ist Inhaberin des Lehrstuhls für Systematische Theologie/Dogmatik am Institut für Katholische Theologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Leitung: Prof. Dr. Regina  Radlbeck-Ossmann
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.
U36103105    Mo 26.02.2018     19.30 – 21.45 Uhr
Treffen          3 UE     Kursgebühr EUR 4,50

 

 

Aktuelles Gespräch im Rahmen der „Duisburger Akzente 2018

Davidstern und Eisernes Kreuz: Mit Gott für König und Vaterland
Deutschland und seine jüdischen Soldaten

Erstmals im März 1813 beteiligten sich in Preußen-Deutschland Juden als Soldaten am Krieg. Sie eilten freiwillig zu den Fahnen, um sich gegen die napoleonische Besatzung zu erheben. Und damit begann eine 100-jährige deutsch-jüdische Militärgeschichte, die bislang ein historiographisches Schattendasein geführt hat. Im August 1914 hoffte die große Mehrheit der deutschen Juden, durch die Betonung ihrer patriotischen Überzeugung die letzten Hindernisse auf dem Weg der Eingliederung in die Gesellschaft zu überwinden. Allein im Ersten Weltkrieg zogen etwa 100.000 deutsch-jüdische Soldaten – der größte Teil freiwillig – für das kaiserliche Deutschland ins Feld. Doch gab es auch gewichtige pazifistische Stimmen, die Krieg als Mittel zum Zweck ablehnten. Auf antisemitischen Druck kam es im Oktober 1916 zu der sogenannten „Judenzählung“, mit deren Hilfe das preußische Kriegsministerium den Anteil der Juden an der Front nachprüfen ließ und damit die deutsch-jüdischen Soldaten stigmatisierte.

Priv.-Doz. Dr. L. Joseph Heid, Historiker, Literaturwissenschaftler, Publizist, Zahlreiche Publikation zur deutsch-jüdischen Beziehungs- und. Literaturgeschichte.

Leitung: PD Dr. Ludger Heid
Jüdisches Gemeindezentrum, Am Springwall 16, Duisburg-Mitte.
Treffpunkt: Eingang des Jüdischen Gemeindezentrums
U36103106    Mi 14.03.2018      19.00 – 21.15 Uhr
1 Treffen          3 UE     Kursgebühr EUR 4,50
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische-Zusammenarbeit.

 

Begegnung mit den Weltreligionen

Veranstaltung zur “Woche der Brüderlichkeit” 2018:
Jahresthema: Angst überwinden – Brücken bauen

Die Deutschen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit laden in jedem Jahr im März zur WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT ein. Im Rahmen dieser Woche wird die Buber-Rosenzweig-Medaille an eine Persönlichkeit oder Gruppierung verliehen, die sich besondere Verdienste im Bereich des jüdisch-christlichen Gesprächs bzw. des Gesprächs zwischen den Religionen erworben hat.  Im Jahr 2018 wird der Preisträger der Musiker Peter Maffay sein.

Das Motto “Angst überwinden – Brücken bauen” greift die “aktuellen, begründeten und diffusen Bedrohungen und Ängste in der Gesellschaft auf, geht ihnen nach, hinterfragt sie und stellt beispielhaft Modelle vor, durch die Angst überwunden, Brücken gebaut und Begegnungen vorangetrieben werden können” (vgl. www.deutscher-koordinierungsrat.de).

In der Woche der Brüderlichkeit ist ein Filmgespräch in Zusammenarbeit mit dem filmforum geplant. Filmtitel wird noch bekanntgegeben.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Duisburg-Mülheim-Oberhausen e.V. und dem Katholischen Bildungswerk Mülheim an der Ruhr statt.

U36103107    Di 06.03.2018       18.00 – 21.00 Uhr
1 Treffen          3 UE     Kursgebühr wird noch bekannt gegeben


Nicht gleichgültig bleiben
Die soziale Botschaft von Papst Franziskus

Das der christliche Glaube keine Privatsache ist, verdeutlicht Papst Franziskus mit seiner sozialen Botschaft. Er spricht alle brennenden Herausforderungen der Gegenwart an: Flucht, Vertreibung, Hunger, Arbeitslosigkeit, ein götzendienerisches Wirtschaftssystem, Klimawandel, Krieg und Terror.

Er fragt nach den Ursachen dieser destruktiven Entwicklungstrends, beleuchtet sie aus christlicher Sicht und zeigt Wege zur Überwindung der Krisen auf. Dabei setzt er große Hoffnung auf ein weltweites Engagement „von unten“.

Norbert Mette stellt diese soziale Botschaft des Papstes vor und analysiert sie aufrüttelnd und inspirierend.

Norbert Mette, Dr. theol. Dr. h.c., ist emeritierter Professor für Katholische Theologie und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt Religionspädagogik/Praktische Theologie an der Technischen Universität Dortmund
Leitung: Dr. Norbert Mette
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.
U36103108    Mo 16.04.2018     19.30 – 21.45 Uhr
1 Treffen          3 UE     Kursgebühr EUR 4,50

 

Die Angst durchkreuzen
Ermutigung aus dem Glauben

Die Angst hat gegenwärtig viele Gesichter: Angst vor ungesteuerter Zuwanderung und Identitätsverlust, vor Terroranschlägen, vor Rechtspopulismus und nationaler Engstirnigkeit … Was sind die Ressourcen, die der Glaube mobilisieren kann, um der Angst standzuhalten und sich ihr nicht zu ergeben? Kann er die Angst vielleicht sogar ganz hinter sich lassen? Jürgen Werbick geht den verschiedenen Formen der Angst auf den Grund und zeigt, wie die Angst im biblischen Gottesglauben lebbar werden kann. Ein nüchterner, ehrlicher Blick, der dennoch Mut macht in schwierigen Zeiten.

Jürgen Werbick, geb. 1946, Dr. theol., ist emeritierter Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.
Buchtipp:
Jürgen Werbick, Die Angst durchkreuzen. Ermutigung aus dem Glauben, Freiburg 2017.
Leitung: Prof. Dr. Jürgen Werbick
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.
U36103109

Mo 07.05.2018     19.30 – 21.45 Uhr
Treffen          3 UE     Kursgebühr EUR 4,50
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische-Zusammenarbeit.

 

 

 

 

 

 

  • Aktuell

  • Termine

    • So 25. Februar 2018 11:00WEGE - Austellungseröffnung
    • So 25. Februar 2018 20:00Familienkreis I
    • Mo 26. Februar 2018 19:30Das Papstamt als Dienst an der Einheit für alle Christen: (wie) ist das möglich
    • Di 27. Februar 2018 18:00Aktuelle theologische Fragen
    • Di 27. Februar 2018 18:00Miteinander unterwegs
    • Mi 28. Februar 2018 16:30SprechZeit
    • Mi 28. Februar 2018 20:00Karmelchor
    • Do 1. März 2018 15:30Seniorentreffen
    • Do 1. März 2018 16:30Multi-Kulti-Kindergruppe
    • Mo 5. März 2018 19:30Wo Gott finden? Beobachtungen und Überlegungen aus evangelischer Sicht
    AEC v1.0.4
  • Gottesdienste

    • Fr 23. Februar 2018 18:00Wege in die Stille
    • Sa 24. Februar 2018 18:00Wortgottesfeier
    • So 25. Februar 2018 08:00Pilgermesse
    • So 25. Februar 2018 11:00Eucharistiefeier
    • So 25. Februar 2018 15:30KleinKinderKirche
    • Mi 28. Februar 2018 19:00Gebet für den Frieden
    • Do 1. März 2018 15:00Eucharistiefeier
    AEC v1.0.4
  • Archiv

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