Bildungswerk – Aktuelle Gespräche

Mo 18.02.19 19.30 – 21.45 Uhr, Karmel-Begegnungsstätte

Das Papstamt als Dienst an der Einheit für alle Christen: (Wie) Ist das möglich?

Ein Blick in die jüngste Geschichte und ökumenische Anstöße

Die Amtsführung des gegenwärtigen Papstes und der Vergleich der Verschiedenartigkeit, wie die einzelnen Amtsträger in den letzten Jahrzehnten diesem Amt Profil gegeben haben, bringen eine neue Dynamik auch in die ökumenische Perspektive des Themas „Papsttum als Dienst an der Einheit“. Das urkatholische Amt des Papstes auch für andere Konfessionen akzeptabel? Dies wird sich zeigen, war es doch in der Geschichte eines der großen Kontroversthemen und Konfliktpunkte zwischen den christlichen Kirchen. In diesem Vortrag wird das Profil und die bisherige Entfaltung des Petrusamtes in der katholischen Tradition (vor allem bei den letzten Amtsträgern) genau so behandelt, wie die Kriterien genannt, die es anderen Kirchen ermöglichen könnten, ihm als Dienst an der Einheit zuzustimmen.

Frau Prof. Radlbeck-Ossmann ist Inhaberin des Lehrstuhls für Systematische Theologie/Dogmatik am Institut für Katholische Theologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Leitung: Prof. Dr. Regina Radlbeck-Ossmann
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.

Kursgebühr EUR 5,00


Mo 25.02.19 19.30 – 21.45 Uhr, Karmel-Begegnungsstätte

Was ist los mit Europa?

diese Frage von Papst Franziskus an den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Junker bei der Verleihung des Aachener Karlspreises 2016 stellt der Sozialethiker und Ökonom Friedhelm Hengsbach seinem neuen Buch zur Situation und Zukunft der EU voran. Er fordert ein radikales Umdenken und einen demokratischen Umbau, durch den mehr Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität wieder zu Eckpfeilern unserer Politik werden.

Hengsbach verweist zudem auf das biblische Motiv vom „Riss in einer hohen Mauer“, das die EKD 2009 in ihrem Wort zu den Ursachen und Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise aufgreift – und die in deren Folge aufgebrochenen Risse zwischen den Staaten der EU. Heraus stellt er Elemente einer sozialpolitischen Ausrichtung in den EU Verträgen, die es zu verstärken gilt: Das Eintreten für soziale Gerechtigkeit und die Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten, die Struktur- und Anpassungsfonds, die Gemeinschaftscharta sozialer Grundrechte, Sozialprotokolle und ein kooperatives Sozialmodell. So gibt es für Hengsbach ohne Sozialunion keine zukunftsfähige EU.

Da Europa mehr könne, plädiert er für einen Neustart über eine gemeinsam zu tragende Verantwortung und eine wechselseitige Verständigung der europäischen Mitgliedsstaaten „auf Augenhöhe“.

Leitung: Dr. Friedhelm Hengsbach
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.

Kursgebühr EUR 5,00


Theologisches Seminar
im Karmel 2019

Mo 11.03.19 19.30 – 21.45 Uhr, Karmel-Begegnungsstätte

Utopien – Verblassen die Zukunftsbilder?

„Die kleine Utopie, dass alle wenigstens einmal am Tag zu essen haben, die große Utopie einer Gesellschaft, die keine Ausbeutung kennt“ , und schließlich die absolute Utopie von der Gemeinschaft mit Gott in einer vollkommen erlösten Schöpfung?, so formulierten die Brüder Leonardo und Clodovis Boff vor einer Generation ihre große Zukunftsperspektive. Das waren starke Hoffnungsbilder, die viele von uns inspirieren konnten. Was ist daraus geworden? Wie sieht die Zukunft heute aus?

Das Theologische Seminar geht dieser Frage in drei Schritten nach: mit einem Blick in die Kunst, einem Blick auf heutige Jugendliche und einem Gespräch zwischen heutiger Theologie und Pädagogik.


Mo 11.03.19 19.30 – 21.45 Uhr, Karmel-Begegnungsstätte

„Erschaffen wir gemeinsam den neuen Bau der Zukunft (…) als Sinnbild eines neuen kommenden Glaubens.“ (W.Gropius.1918)
Zukunftsbilder in der Kunst

Leitung: Ulrich Wojnarowicz
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.

Kursgebühr EUR 5,00


Mo 18.03.19 19.30 – 21.45 Uhr, Karmel-Begegnungsstätte

„Mit siebzehn hat man noch Träume“? Oder keine Träume mehr?

Erfahrungen im Religionsunterricht

Leitung: Pfarrerin Sarah Süselbeck
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.

Kursgebühr EUR 5,00


Mo 25.03.19 19.30 – 21.45 Uhr, Karmel-Begegnungsstätte

„Alles auf Anfang“?

Abschied und Neu-Entdeckungen

Franz-Josef Nocke im Gespräch mit Norbert Hendriks

Leitung: Prof. Dr. Franz-Josef Nocke, Norbert Hendriks
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.

Kursgebühr EUR 5,00


Di 12.03.19 18.00 – 21.45 Uhr, Filmforum

Veranstaltung zur „Woche der Brüderlichkeit“ 2019:

Jahresthema: Mensch, wo bist du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft
Film: Die Schüler der Madame Anne (2015)

Die Deutschen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit laden in jedem Jahr im März zur WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT ein. Im Rahmen dieser Woche wird die Buber-Rosenzweig-Medaille an eine Persönlichkeit oder Gruppierung verliehen, die sich besondere Verdienste im Bereich des jüdisch-christlichen Gesprächs bzw. des Gesprächs zwischen den Religionen erworben hat. Im Jahr 2019 sind die Preisträger die „Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus“ und das „Netzwerk für Demokratie und Courage e.V.“.
Das Motto „Mensch, wo bist du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“ lädt dazu ein, nach konkreten Handlungsmöglichkeiten gegen sich verstärkenden Antisemitismus zu fragen: „Antisemitismus ist nicht das Problem der jüdischen Minderheit, Antisemitismus ist das Problem einer Mehrheitsgesellschaft, der es an Toleranz und an Zivilcourage mangelt. Judenfeindschaft ist immer noch und immer wieder hochaktuell und betrifft breite gesellschaftliche Kreise. Was können wir tun, damit jüdisches Leben in Deutschland ungefährdet möglich ist?“ (vgl. www.deutscher-koordinierungsrat.de).

Zum Film: Die Lehrerin Anne Gueguen unterrichtet Geschichte am Gymnasium Léon Blum, im Pariser Vorort Créteil. Diese Gegend der Stadt gilt als sozialer Brennpunkt. Weil ihre Schüler durch scheinbar unüberbrückbare Differenzen gespalten sind, sie ihnen aber dennoch Respekt und Disziplin vermitteln muss, will die ambitionierte Madame Anne ihren Schülern zeigen, dass sie keinesfalls ein hoffnungsloser Haufen ohne Zukunft sind und meldet sie bei einem angesehenen, landesweiten Wettbewerb an, dessen Thema Kinder und Erwachsene im System der nationalsozialistischen Konzentrationslager ist. Anfangs sind ihre Schüler von dieser Idee nur wenig begeistert, als sie jedoch mit einem Überlebenden des Holocausts sprechen, beginnen sich die eigentlich schwierigen Jugendlichen nicht nur für das Thema zu interessieren, sondern auch die Einstellung zu ihrem eigenen Dasein und zum Leben im Allgemeinen grundlegend zu verändern.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Duisburg-Mülheim-Oberhausen e.V., dem filmforum Duisburg und dem Katholischen Bildungswerk Mülheim an der Ruhr statt.

Leitung: Hermann Kewitz
Filmforum, Dellplaz 16, 47051 Duisburg

Kursgebühr EUR 7,00


Do 28.03.19 19.00 – 21.15 Uhr, Jüdisches Gemeindezentrum

Der jüdische Jules Verne

Theodor Herzls „Judenstaat“: Eine utopische Programmschrift

In seiner 1896 erschienen Programmschrift „Der Judenstaat. Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage“ entwarf der Begründer des politischen Zionismus, Theodor Herzl, seinen utopischen Entwurf für einen Judenstaat, und damit hatte der bis dahin wenig bekannte Stückeschreiber gleichsam das Gründungsmanifest der zionistischen Bewegung verfasst. Und aus dem bürgerlich-liberalen Herzl, dem harmlos-witzigen Feuilletonisten war mit einem Schlage ein politischer Kämpfer geworden. Wie von ihm angekündigt, wurde tatsächlich 50 Jahre später, 1948, die Gründung des Staates Israel Wirklichkeit.

Priv.-Doz. Dr. L. Joseph Heid, Historiker, Literaturwissenschaftler, Publizist, Zahlreiche Publikation zur deutsch-jüdischen Beziehungs- u. Literaturgeschichte.

Leitung: PD Dr. Ludger Heid
Jüdisches Gemeindezentrum, Am Springwall 16, Duisburg-Mitte.
Treffpunkt: Eingang des Jüdischen Gemeindezentrums

In Kooperation mit:
Jüdische Gemeinde DU-MH-OB / Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit


Mi 03.04.19 19.00 – 21.15 Uhr, Salvatorkirche

Erlebniswelt Rechtsextremismus

modern – subversiv – hasserfüllt

Rechtsextremismus heute: Nie war das Bild moderner, die Palette der Stile breiter, die Nähe zu den Ausdrucksformen aktueller Jugendkulturen größer. Die neuen Formen sind zeitgemäß und dynamisch, das gewünschte Image ist cool, subversiv und provokant. Die Inhalte sind jedoch im Kern gleich geblieben: rassistisch und demokratiefeindlich.

Erlebniswelt Rechtsextremismus – der Begriff steht für Mittel und Strategien, um junge Menschen für diese Szene zu gewinnen. „Rechts“ zu sein verspricht Action, Tabubruch und Anerkennung, zu den Lockmitteln zählen multimediale Angebote im Social Web, Events wie Flashmobs und Konzerte. Gerade an Jugendliche richtet die Szene ihre wichtigsten Werbebotschaften: Kameradschaft und Zusammenhalt in unsicheren Zeiten.

Feindbilder verbinden nach innen und können nach außen Türen öffnen. Zurzeit steht vor allem die Hetze gegen geflüchtete Menschen im Mittelpunkt rechtsextremistischer Kampagnen. Die Propaganda sucht den Anschluss an Stimmungen in der Mitte der Gesellschaft.

Mit welchen Mitteln möchte die rechtsextremistische Szene Jugendliche erreichen? Welche Inhalte werden in den Medien der Szene vermittelt?

zur Person:
Dr. Thomas Pfeiffer: Dipl.-Journalist und Sozialwissenschaftler, Studium der Journalistik an der Universität Dortmund, Volontariat bei der Leipziger Volkszeitung, Promotion an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum (Dissertation: „Medien einer neuen sozialen Bewegung von rechts“), Wissenschaftlicher Referent für Rechtsextremismusprävention beim Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen, Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bochum
Veröffentlichungen u.a.:
­ Erlebniswelt Rechtsextremismus. modern – subversiv – hasserfüllt. Hintergründe und Methoden für die Praxis der Prävention, 5. Aufl. (2017 hrsg. mit Stefan Glaser)
­ „WIR oder Scharia“? Islamfeindliche Kampagnen im Rechtsextremismus. Analysen und Projekte zur Prävention (2011 hrsg. mit Wolfgang Benz)
­ Ein- und Ausstiegsprozesse von Rechtsextremisten. Ein Werkstattbericht (2009 hrsg. mit Reinhard Koch)
­ Die Neue Rechte – eine Gefahr für die Demokratie? (2004 hrsg. mit Wolfgang Gessenharter)

Leitung: Dr. Thomas Pfeiffer
Salvatorkirche, Burgpl. 19, 47051 Duisburg


Mo 20.05.19 19.30 – 21.45 Uhr, Karmel-Begegnungsstätte

„Wir trennen uns – wie geht es weiter?“

Kirchenrechtliche und pastorale Perspektiven für die Begleitung von Paaren in Trennung

Im pastoralen Alltag begegnen wir Menschen, die in ihrer Ehe gescheitert sind. Papst Franziskus hat das kirchliche Eheprozessrecht geändert. In „Amoris laetitia“ (Art. 244) sagt er: „Ein großer Teil der Synodenväter
hat die Notwendigkeit unterstrichen, die Verfahren zur Anerkennung der Nichtigkeit einer Ehe zugänglicher und schneller zu gestalten und möglicherweise ganz auf Gebühren zu verzichten. Die Langsamkeit der Prozesse ärgert und ermüdet die Menschen. Meine beiden jüngsten Dokumente zu diesem Thema haben zu einer Vereinfachung der Verfahren für eine eventuelle Erklärung der Nichtigkeit einer Ehe geführt.“ Die weitreichende Reform des Papstes kann betroffenen Menschen aber nur helfen, wenn kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und in der Pastoral Tätige kompetent Rat geben können. Das betrifft sowohl das kirchenrechtliche Wissen als auch die pastorale Begleitung.
Der Vortrags- und Gesprächsabend möchte hier Einblicke geben und neue Perspektiven aufzeigen. Die Möglichkeit zur kirchlichen Wiederheirat ist ein Thema, das Menschen nicht selten existenziell betrifft. Zugleich kann die Aufarbeitung einer gescheiterten Beziehung in einem Ehenichtigkeitsverfahren Chancen für eine neue Partnerschaft bieten.
Konkret erwarten Sie folgende Themen:

  • Ehenichtigkeitsverfahren: Was geschieht da eigentlich?
  • Update Ehe- und Sakramentenrecht: Was hat sich durch Papst Franziskus für unsere Arbeit mit Paaren in Trennungsprozessen verändert?
  • Was tun? Gelingende Begleitung von Paaren in Trennung

Probst Dr. Peter Fabritz ist Pfarrer an St. Clemens und Stadtdechant in Oberhausen. Als Vizeoffizial des Erzbischöfliches Offizialat Köln, Außenstelle Essen, ist er für Ehenichtigkeitsverfahren im Bistum Essen zuständig.

Leitung: Dr. Peter Fabritz
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.

Kursgebühr EUR 5,00


Mo 17.06.19 19.30 – 21.45 Uhr, Karmel-Begegnungsstätte

War Jesus Pazifist?

„Zu seiner Lebenszeit, in der strukturelle Gewalt weit verbreitet war, verkündete Jesus eine neue, gewaltfreie Ordnung, die in Gottes bedingungsloser Liebe verwurzelt war…. Jesu Gewaltfreiheit war weder passiv noch schwach, sie war die Kraft der Liebe im Handeln. In seiner Vision und in seinen Taten ist er die Offenbarung und Verkörperung des gewaltfreien Gottes… Er ruft uns dazu auf, die Tugend des gewaltfreien Friedensstiftens zu entfalten.“ (Aus der Schlusserklärung der Konferenz „Gewaltlosigkeit und gerechter Friede“ in Rom im April 2016)

Norbert Mette ist Professor für Religionspädagogik und Praktische Theologie an der technischen Universität Dortmund. Neben der Pastoraltheologie sind seine Schwerpunkt Sozialethik und Religionssoziologie.

Leitung: Dr. Norbert Mette
Karmel-Begegnungsstätte, Karmelplatz 3, DU-Mitte.

Kursgebühr EUR 5,00


Politische Gespräche

Di 22.01.19 18.30 – 20.45 Uhr, KDA

Alternativen zu Hartz IV

Eine „Umkehr“ in der Arbeitsmarktpolitik einleiten will der Sozialwissenschaftler Prof. Gerhard Bäcker vom Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen. Er fordert v.a. eine Stärkung der Arbeitslosenversicherung auch als Arbeitsversicherung, ein Arbeitslosengeld Q zumindest als Option für alle Arbeitslosen, eine Zwischenleistung zwischen Versicherung und Fürsorge sowie weitgehend sanktionsfreie Mindestsicherungen (vgl. Alternativen zu Hartz IV / Soziale Sicherheit. Zeitschrift für Arbeit und Soziales 10/2018). Anzustreben seien anstelle von Abstiegsängsten soziale Sicherheit und soziale Teilhabe statt Ausgrenzung.
Damit hat Prof. Bäcker indessen eine breite Debatte auch in den Medien zu einer grundlegend-qualitativen Reform der jetzigen Arbeitsmarktpolitik und zu einer menschenwürdigen Grundsicherung anstelle von Hartz IV mit angestoßen.
Nach einer Vorstellung seiner Thesen und Vorschläge durch Prof. Bäcker ist zu diskutieren, welche konkreten Forderungen weiterführend und praktikabel sind und wie sie auch durchgesetzt werden können.
Gesprächspartner sind der Industriepfarrer Jürgen Widera, der Sozialethiker Norbert Fabian und die Teilnehmer/innen.

Leitung: Dr. Gerhard Bäcker
Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)
Burgacker 14-16, 47051 Duisburg-Mitte

In Kooperation mit
Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Duisburg


Do 28.02.19 18.30 – 20.45 Uhr, Kath. Stadthaus

Die Europäische Union und die UN-Entwicklungsziele

Mit den Millenium-Entwicklungszielen (MDGs) und den neuen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der UN verbindet die Weltgemeinschaft das soziale Anliegen der Armuts- und Hungerbekämpfung mit der Bewahrung unseres Planeten. Die Ziele sollen weltweit bei einer Durchsetzung besserer Sozialstandards sowie der Verhinderung von Kriegen helfen und für ein wesentlich umweltverträglicheres Wirtschaften sorgen.
Der EU-Entwicklungspolitiker und Europaabgeordnete Norbert Neuser betont den Zusammenhang von Entwicklungszusammenarbeit, der Energieversorgung, der Armutsbekämpfung, dem Klimawandel und Nachhaltigkeit (vgl. N. Neuser, Hg., Entwicklung braucht Energie). Dabei verweist er u.a. auf die EU-Initiative „Nachhaltige Energie für alle“. Inwieweit behindern jedoch bisherige Handelsverträge der EU eine nachhaltige Entwicklung in Afrika – und vermag eine verstärkt im Sinne von UN-Entwicklungszielen neu zu konzipierende, entwicklungspolitische Zusammenarbeit der EU soziale und nachhaltige Fortschritte in der Einen Welt zu fördern? Dies und die Frage, ob ein Marshall-Plan für und mit Afrika Lebensmöglichkeiten vor Ort verbessern und damit auch Flüchtlingsbewegungen vermeiden helfen kann, soll bei der Veranstaltung diskutiert werden.

Leitung: Norbert Neuser (MdEP)
Kath. Stadthaus, Wieberplatz 2, DU-Mitte.

In Kooperation mit europe direkt, dem Laboratorium und der Europaunion.