UmBruch-AufBruch

Kunstausstellung

„UmBruch-AufBruch“ lautet der Titel einer Kunstausstellung in der Karmelkirche am Innenhafen in der Zeit vom 17. Februar 2013 bis Ostern . Die Malerin Bernadette Beughold aus Bottrop und der Maler Franz Schürig, ebenfalls aus Bottrop, wollen die gläubige Gemeinde künstlerisch durch die Fastenzeit bis Ostern begleiten.Die ausgestellten Bilder greifen insbesondere Glaubensinhalte der vorösterlichen und der österlichen Zeit des Kirchenjahres auf.

Die Ausstellungseröffnung hat am 1. Fastensonntag stattgefunden, mit beeindruckenden Gedanken – Fragen – zum Evangelium des Tages Lk 4, 1-13 in Verbindung mit den ausgestellten Bildern. Die Ansprache hielt Franz Schürig. Die Fragen liegen in der Kirche zur persönlichen Meditation aus und werden in der kommenden Woche auch hier veröffentlicht. Kommen Sie vorbei! Nehmen Sie sich etwa Zeit! Ein Besuch lohnt sich.

Auf den nächsten Seiten folgt Text (hier als PDF-Dokument), der während des Gottesdienstes vorgetragen wurde:

——- Umbruch …… Aufbruch ——-

   von Franz Schürig

Können sie unsere Bilder auseinander halten?

 

Fällt ihnen auf: das Grau und Schwarz, die heftigen, abrupten Striche, zersprungene Gefäße, zerborstene Räder ….Leitern die nirgendwohin führen …. Linien, wie Chiffren `aus der Vergessenheit des Sandes´ ….. Bilder, die fragen

oder die warmen Farbtöne, feine Nuancen, runde organische Formen, ein strahlendes Leuchten, sanfte, fast tänzerische  Bewegungen, manchmal Figuren ….. Bilder, die tragen

 

Fragen sie sich jetzt, warum mal der so?

(Das ist die einzige Antwort, die ich ihnen hier gebe: ich kann nicht anders! Und darum bin ich so froh, dass Frau Beugholds Bilder neben meinen hängen)

 

Haben Farben für sie einen Klang? Könnten sie diesen Klang summen?

 

Können sie sich an ihre ersten Kinderlieder erinnern?

 

Haben sie sich in diesen Liedern selbstvergessen in eine andere Welt geschaukelt?

 

Wovor hatten sie als kleines Kind Angst? …. heute noch?

 

Sind Töne, Klänge …. Gerüche in ihrem Leben wichtig?

Können sie sich an bestimmte Gerüche erinnern?

Wissen sie noch wie es bspw. bei ihrer Oma in der Küche roch …. oder falls sie eine hatten, bei ihrer Tante Franziska?

 

Können sie Worte sagen, die sie tragen?

 

Glauben sie, wie Hilde Domin, dass Wort und Ding eng beieinander liegen? Spüren sie auch bei beiden die gleiche Körperwärme?

 

Haben sie schon einmal das Bedürfnis verspürt, einen fremden Menschen, dem sie gerade zufällig über den Weg liefen, herzlich zu umarmen?

 

Haben sie sich schon mal völlig verloren?

 

Wann haben sie das letzte Mal vor Rührung geweint? War ihnen das peinlich?

 

Wer hat sie als kleines Kind an die Hand genommen?

 

Fühlen sie sich als erwachsener Mensch manchmal schwach und hilflos wie ein kleines Kind?

Wünschen sie sich dann, sie könnten sich unter Mutters Rock verkriechen und alles wäre wieder gut?

 

Können sie gut trösten? Und könnten sie anderen vermitteln, wie das geht?

Halten sie sich für einen Menschen, der im Herzen barfuß ist?

Wie schützen sie sich dann vor Verletzungen? Wären sie lieber nicht im Herzen barfuß?

 

Ist ihnen das Wort Umbruch oder Aufbruch lieber?

Wären sie bereit, wie Abraham, ihre Heimat zu verlassen und in ein neues, unbekanntes Land aufzubrechen?

 

Ist unsere Kirche ….. in einer Umbruch – Situation?

Sollte die Kirche einen wirklichen Aufbruch wagen? Sind sie sich sicher? Machen sie mit?

 

Ist für sie Karfreitag oder Ostern näher?

Sind das für sie Metaphern oder lebendige Erfahrungen?

 

Gehören sie, wie ich, zu den Menschen, die sehr viel Teuflisches erkennen, aber nicht an den Teufel glauben?

 

Möchten sie einmal große Macht besitzen oder gar ein Königreich regieren?

 

Wenn der Mensch nicht vom Brot allein lebt, wovon lebt er dann? Wissen sie, was sie zum Leben brauchen?

Haben sie / empfangen sie, was sie zum Leben brauchen?

Ist das eher ein Abstrampeln (oder gar vegetieren) oder schon nahe am verheißenen `Leben in Fülle´?

 

Fühlen sie sich in ihrer Familie, von Freunden in ihrer Gemeinde geborgen und getragen?

 

Haben sie jemanden mit dem sie reden können, wenn sie nicht mehr weiter wissen?

 

Ist Gott für sie ein naher oder ferner Gott?

 

Sind ihnen SEINE Wege auch manchmal sehr fremd?

 

Hadern sie mit diesem Gott Jahwe?

 

Zerreißen sie dann vor Wut und Zorn ihre Kleider? Wenn nicht, was dann?

 

Spüren sie in ihrem Inneren Träume und Sehnsüchte? Geben sie sich mit Halbheiten und Kompromissen zufrieden oder halten sie Träume und Sehnsüchte wach?

 

Fühlen sie sich auf dieser Erde zuhause?

 

Lebt in ihnen die Erinnerung an ein Paradies, ein verheißenes Land …. als erhoffte Vergangenheit ….. in die sie zurückkehren?

 

Führt ER sie ins Licht?

 

Sind sie sich sicher?

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