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Andreas Brocke wird neuer Pfarrer für die Duisburger Pfarrei Liebfrauen

Brocke löst den Essener Cityseelsorger Bernd Wolharn ab, der die Pfarrei seit dem Wechsel von Pfarrer Christian Schulte nach Bochum übergangsweise leitet. Brocke ist seit 19 Jahren Pfarrer in Köln.

Der Kölner Pfarrer Andreas Brocke übernimmt ab dem 1. Dezember 2022 die Leitung der Duisburger Innenstadtpfarrei Liebfrauen. Dort löst er den Essener Cityseelsorger Bernd Wolharn ab, der die Pfarrei seit dem Wechsel von Pfarrer Christian Schulte nach Bochum im vergangenen Herbst als Pfarradministrator derzeit übergangsweise leitet.

Der 52-jährige Brocke ist Priester des Erzbistums Köln und seit 19 Jahren Pfarrer in der Stadt Köln. Aktuell leitet er dort den Seelsorgebereich Am Südkreuz mit vier Pfarrgemeinden. „Ich war und bin gerne Pfarrer in Köln“, sagt Brocke. Nach nunmehr fast zwei Jahrzehnten sei es nun jedoch Zeit für einen Wechsel. Brocke hat seit vielen Jahren gute Kontakte ins Ruhrbistum. Auch ein Teil seiner Familie lebt im Ruhrgebiet. Als er von der unbesetzten Pfarrstelle in Duisburg erfuhr, „haben mich die vielen spannenden Herausforderungen in dieser Innenstadtpfarrei sofort gereizt“. So wird Pfarrer Brocke im Advent rund 90 Kilometer rheinabwärts tätig werden. Dort möchte er intensiv mit den hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierten der Liebfrauen-Pfarrei zusammenarbeiten und sich möglichst bald gut in der Innenstadt vernetzen.

Die Personalverantwortlichen im Erzbistum Köln stellen Brocke nur schweren Herzens für die neue Leitungsaufgabe im Bistum Essen frei, denn auch im benachbarten Erzbistum sind Pfarrer rar. So ist Brocke auch erst einmal nur für einen Zeitraum von fünf Jahren für seine Aufgabe in Duisburg freigestellt.

Die Verantwortlichen im Bistum Essen freuen sich über die Zusage aus Köln. Kai Reinhold, Bereichsleiter Personalmangement im Bistum Essen, betont: „Während wir die Seelsorge und wichtige kirchliche Aufgaben auch außerhalb des Ruhrbistums in vielerlei Hinsicht personell unterstützen, gibt es mit Andreas Brocke nun einen Zugang aus dem Nachbarbistum, der uns personell stärkt.“

Bischof Franz-Josef Overbeck dankt Cityseelsorger Wolharn für seine Bereitschaft, die Pfarrei Liebfrauen noch bis Ende November zu leiten und wünscht Pfarrer Brocke Gottes Segen und viel Freude für die neue Herausforderung in Duisburg.

Overbeck: Hinterfragen, warum die Kirche austrocknet

Essener Bischof: Der Mangel an Priestern gefährdet schon jetzt die sakramentale Struktur der Kirche.

Nicht allein eine Kirchenkrise, sondern eine Krise der Religion erkennt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck in der „unglaublich großen Bewährungsprobe“ der Kirche im 21. Jahrhundert. „Unsere Welt braucht das Vertrauen, dass es eine größere Kraft gibt, die uns hält, trägt und begleitet, und die uns auch Orientierung gibt, um menschlich und solidarisch miteinander zu leben“, schreibt Overbeck in seinem Wort zum Neuen Jahr 2022 an alle Katholikinnen und Katholiken im Bistum Essen.

Viele Menschen sind spirituell auf der Suche

Einerseits seien viele Menschen spirituell auf der Suche. Ihre „religiöse Bedürftigkeit“ habe sich aber stark verändert, deshalb erwarteten die meisten von der Kirche keine Antworten mehr: „Vieles im Raum unserer Kirche trocknet aus oder ist bereits ausgetrocknet.“ Dramatisch sei in dieser Krise der Eindruck, viele Überzeugungen und Lehren der Kirche dürften allein deshalb nicht in Frage gestellt werden, weil sie sich auf eine lange Tradition in Verbindung zur Offenbarung Gottes zurückführen ließen.

Zu wenige Priester – sakramentale Struktur der Kirche bedroht

Im Bistum Essen stelle man sich schon seit vielen Jahren darauf ein, Antworten auf diese Krise zu suchen und eine deutlich kleinere Kirche zu werden: „Aber vielleicht sind wir dabei immer noch zu sehr davon geprägt, uns nach einer Kirche der Vergangenheit zurückzusehnen.“ Das betreffe in alarmierender Weise die wenigen Berufungen zum priesterlichen Dienst in seiner bisherigen Form. „Wenn dies so weitergeht, bricht die sakramentale Struktur in unserer Kirche zusammen – schon jetzt ist sie regelrecht bedroht“, warnt Overbeck.

„Wir wollen als Kirche Teil einer Welt sein, in der Freiheit und Gleichheit, aber auch die Würde des Menschen eine viel größere Rolle spielen“, schreibt der Bischof und ermutigt dazu, „kreativ Neues zu suchen und auszuprobieren – über den Raum unserer Kirche in ökumenischer und interreligiöser Verbundenheit hinaus“.

Niemand von uns Menschen weiß die ganze Wahrheit

Jesus selbst habe eine große Gelassenheit und Offenheit ausgestrahlt, die er aus seiner Gottesbeziehung empfing. „Niemand von uns Menschen weiß die ganze Wahrheit, kennt die Lösungen und die richtigen Wege angesichts so vieler Krisen“, so Overbeck. „Wir dürfen aber auf Gottes Unterstützung setzen, dessen Geist sich zeigen kann in den Perspektiven und Auffassungen anderer, im Ringen um Positionen, im Wechsel der Perspektiven, im gemeinsamen Lernen.“

 

Hier der komplette Text, der zum 2. Sonntag im Jahreskreis verlesen werden sollte:

Wort des Bischofs 2022 komplett

 

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